30.11.2019
Bericht zur Nominierungsversammlung / GR-Kandidatenliste

Freie Wähler haben sechsten Sitz im Visier

Spitzenkandidat Gert Unterreiner für den Gemeinderat – Kein eigener Bürgermeisterkandidat

Stammham 26.11.2019: Bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler (FW) für den Gemeinderat konnte FW-Vorsitzender Franz Rudy zahlreiche Mitglieder, Funktionsträger und Freunde des Ortsverbandes willkommen heißen. „Es war nicht leicht in einem kleinen Ort wie Stammham, 24 Kandidaten für eine Liste zu finden, nachdem eine gemeinsame Kandidatenliste mit dem CSU-Ortsverband durch die Vorstandschaft abgelehnt wurde", erklärte Rudy nach der Begrüßung im Nebenraum des Gasthauses beim Dorfwirt. 

Die Liste bietet einen Querschnitt durch alle Altersstrukturen und Berufsschichten. Zudem gibt es neun Damen auf der Liste, die sich für die FW engagieren wollen. So ist die jüngste Kandidatin gerade einmal 18 Jahre und der älteste 71. Von den bisherigen fünf FW-Gemeinderäten treten drei wieder an. Anneliese Hechl und Theo Prebeck sind nicht mehr dabei. 

Kreisrat und FW-Fraktionssprecher im Gemeinderat Gert Unterreiner schilderte die Arbeit im Gemeinderat in den vergangenen sechs Jahren. „Wir haben uns öfters mal ,zerhackelt‘, es gab aber sehr viele einstimmige Beschlüsse und sonst herrschte stets gutes Miteinander“, sagte Unterreiner.

 Bereits vor Monaten habe man Bürgermeister Franz Lehner mitgeteilt, dass die FW keinen Gegenkandidaten stellen werden. „Wir wollen aber schon unsere Ideen in den Gemeinderat zum Wohle der Bürger des Ortes klar einbringen, um ein liebenswertes Stammham zu erreichen“, erklärte Unterreiner. Als Ziel für die Wahlen gab er „fünf Sitze plus eins“ vor. Dabei setzt Unterreiner auf die Jugend. „Mit fünf Kandidaten auf der Liste unter 30 Jahren, wäre es toll, wenn wir hier einen Bewerber in den Gemeinderat hineinbringen.“

Ganz oben auf der Prioritätenliste der FW steht die Förderung und Unterstützung der Vereine, denn ohne Vereine wird ein Dorf nicht leben können, so Unterreiner. Nachdem der Kindergarten voll ist, müsse eine Kinderkrippe gebaut werden. Dies komme laut Unterreiner auch der Schule zugute, da dadurch der Fortbestand gesichert sei. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich hierfür auf 1,4 Millionen Euro. 

Bereits beschlossen sei ein Feuerwehrauto, zudem muss das Feuerwehrhaus sicherheitstechnisch saniert werden. Auch ein Anbau an das Feuerwehrhaus sei geplant, allerdings handele es sich aufgrund der Stromleitungen um eine schwierige Baustelle. Weiter angesprochen wurden die Straßensanierungen und das flächendeckende Internet, hier gibt es immer noch 37 Haushalte mit niedrigen Übertragungsraten. 

Als Herzensangelegenheit bezeichnete er die Ausweisung von Bauland für junge Familien, denn wenn keine Jungen mehr nach Stammham käme, dann würde ein Dorf sterben. 

Ein wichtiger Punkt sei auch ein schlüssiges Energiekonzept. Hier müssen in der Schule die Elektroheizung und im Kindergarten die über 20 Jahre alte Ölheizung raus. Dies betrifft aber auch die Feuerwehr und Schützen, die ebenfalls noch mit alten Ölheizungen wärmetechnisch versorgt werden. „Bald untersagt die Regierung den Einbau von Ölheizungen und wir diskutieren darüber“, so Unterreiner. 

Dass alle 24 Kandidaten etwas Besonderes tun, erfuhr man bei der Vorstellung. Hier ging nicht nur um die berufliche Seite, sondern auch um Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten in den Vereinen. Dabei zeigte sich, wie verwurzelt die Kandidaten in dem Dorf sind. 

Bereits zuvor berichtete FW-Kreisvorsitzender Dieter Wüst über die geplante Krankenhausfusion zwischen Altötting und Mühldorf sowie über die Arbeit der FW in Bayern. 

Vor der Abstimmung mussten noch einige Formalitäten erledigt werden. Dann wurde geheim über die Liste in Blockwahl abgestimmt. Von 28 Wahlberechtigten stimmten 27 für den FW-Listenvorschlag. 

 − gei - Der Bericht wurde mit Bild in der ANA vom 30.11.2019 auf Seite 28 veröffentlicht!

 

DIE KANDIDATEN

Für die Freien Wähler kandidieren zum Gemeinderat:

  1. Gert Unterreiner
  2. Franz Rudy
  3. Carina Lippert
  4. Florian Kammermeier
  5. Harald Aschbauer
  6. Sabine Kimberger
  7. Rainer Herzog
  8. Klaus Ballerstaller
  9. Renate Utz
  10. Ralf Huber
  11. Philipp Eisel
  12. Sandra Pettinger
  13. Robert Kammergruber
  14. Stefan Auberger
  15. Melanie Hirschböck
  16. Herbert Reiff
  17. Martina Hiebl
  18. Lorenz Sprüderer
  19. Nicole Seltzer
  20. Matthäus Gregori
  21. Sabine Espina Santamaria
  22. Georg Kammermeier
  23. Peter Spiegelsberger
  24. Laura Unterreiner

Als Ersatzkandidaten wurden Martina Hellenbroich und Herbert Mludek gewählt.